Raumakustikanalyse und Akustikkonzeptentwicklung
für Mustermann GmbH & Co.KG
Musterstadt

 

1. Musterraum 1


Der Raum soll von 3 Personen genutzt werden, um parallel zu telefonieren.
Dazu ist es dringend notwendig, dass der störende Einfluss der Sprache zwischen den Mitarbeitern untereinander minimiert wird.
Der Anwendungsfall des Musterraum 1 setzt generell eine maximale Reduktion des Direktschallpegels voraus. Durch die intensive Raumnutzung und geringe Fläche pro Person sind die Schallabsorptions- und Schallschirmmaßnahmen etwas aufwendiger.
Ebenso ist die Installation von Deckenabsorbern notwendig, um die Deckenreflexion zwischen den Sprechplätzen zu unterdrücken.
Die Messergebnisse zeigten hohe Nachhallzeiten über das komplette Frequenzband. Dadurch ergibt sich auch die Notwendigkeit von effizienter Schallschirmung und Bedämpfung.
1.1 Akustik Konzept
In Anbetracht der sehr problematischen Lage bzgl. Nachhallzeit, auch im Hinblick auf das sehr hohe Sprachaufkommen von 3 Personen auf engem Raum wird der Einbau von vier absorbierend wirksamen Standabsorbern EAPI empfohlen, die die einzelnen Sprechplätze direkt voneinander trennen und somit auch schirmend wirken.
An Decken- und Wandreflexionsflächen sollten 4 breitbandig wirkende Absorber EAP II quer angebracht werden
Um die Wirkung über das gesamte Band zu optimieren, können in die Ecken vor den Fenstern noch tieffrequent wirkende Absorber vertikal angebracht werden.
Die Lage der Absorber ist im Plan 1.4 eingezeichnet.


1.2 Nachhallzeiten
 

 

 

Nachhallzeiten Messsonde Arbeitsplatz rechts,

Mikrofon Arbeitsplatz links

 

 

 

 

Nachhallzeiten: Mikrofon an der Tür,

Messsonde Arbeitsplatz rechts

 

 

 

 

 

Sprachverständlichkeitsindex bei Mikrofon Arbeitsplatz rechts,

Mikrofon Arbeitsplatz links

 

 

1.3 Absorber


Die verwendeten Absorber sind in folgender Ausführung geplant:
EAP I: Verwendung- Absorption und Schirmung
Standausführung, beidseitig wirkend, 184 x 94cm,
Front und Rückseite bespannt mit Stoff weiß,
Seitenteile weiß lackiert
(ev. Farbwünsche können berücksichtigt werden)
EAP II: Verwendung: breitbandige Absorption
Wand oder Deckenmontage
Front: Lochblech, weiß pulverbeschichtet
(ev. Farbwünsche können berücksichtigt werden)
EAP III: Verwendung tief- und mittelfrequente Absorption
Wand oder Deckenmontage
Front: Glattblech weiß pulverbeschichtet
(ev. Farbwünsche können berücksichtigt werden)

 



1.4. Raumskizze Musterraum 1

 

 

 

 

 

2. Musterraum 2


Die Problematik im Musterraum 2 liegt etwas anders als im Musterraum 1. Die Nachhallzeiten sind aufgrund der größeren Abmaße des Raums nicht so störend wie im Musterraum 1. Dagegen ist der Bassanteil im Vergleich zum Höhenanteil bei den Nachhallzeiten prozentual höher, deshalb auch wesentlich störender. Die höchfrequenten Anteile werden durch Pflanzen, Stoffstühle und die dicken Stoffvorhänge teilweise absorbiert, wogegen die Bassanteile für ‚dröhnende Stimmen sorgen.
Zudem ist die Zielsetzung bei Besprechungsräumen grundsätzlich anders zu sehen als beim Musterraum 1. Das Überdämpfen im mittel- und hochfrequenten Bereich ist absolut zu vermeiden, da in diesen Frequenzbereichen der Informationstransport enthalten ist.
Ziel muss sein, eine niedrige Nachhallzeit zu erreichen und dabei die Gleichförmigkeit über das gesamte Frequenzband anzustreben.


2.1 Akustik Konzept


Berücksichtigt man den frequenzabhängigen Nachhallverlauf, muss im tieffrequenten Bereich einiges an Absorption erreicht werden.
Da sich die akustische Energie in den Ecken eines Raumes bündelt, sind tieffrequente Absorber dort am wirksamsten.
Aus diesem Grund schlagen wir vor, jeweils einen Absorber des Typs EAP III 100 cm x 100 cm an der Decke in allen 4 Ecken des Raumes anzubringen.
Um die Nachhallzeiten wirksam zu reduzieren sollten in den beiden Nischen gegenüber der Fensterfront noch jeweils 2 Absorber (150 cm x 100 cm) pro Nische an der Wand positioniert werden.
Die Lage der Absorber ist im Plan 2.4 eingezeichnet.

 

2.2 Nachhallzeiten

 

 

 

Nachhallzeiten Messsonde und Mikrofon jeweils an den Stirnseiten des Besprechungstisches

 

 

 

 

 

Dito mit geschlossenen Vorhängen

 

 

 

 

 

Sprachverständlichkeitsindex Musterraum 2

 

 

2.3 Absorber


Die verwendeten Absorber sind in folgender Ausführung geplant:
EAP III: Verwendung tief- und mittelfrequente Absorption
Wand oder Deckenmontage
Front: Glattblech weiß pulverbeschichtet
(ev. Farbwünsche können berücksichtigt werden)

 

 

2.4 Raumskizze Musterraum 2

  

 

 

 

 

 

 

 

3. Fazit:


Wir haben die Möglichkeiten durchgerechnet und kommen zu dem Schluss, dass die oben beschriebene Ausführung der akustischen Maßnahmen zu einer drastischen Verbesserung der derzeitigen Gegebenheiten führen wird.
Die störenden Komponenten bei der Zusammenarbeit im Musterraum 1 werden reduziert, was zu einem konzentrierteren Arbeiten führen wird und zu einer wesentlichen Verbesserung der Verständlichkeit am Telefon durch die Reduzierung der über Mikrofon weitergeleiteten Hintergrundgeräusche.
Im Musterraum 2 wird durch die Nachhallreduzierung und die verstärkte Absenkung des bassfrequenten Nachhalls das akustische Raumklima erheblich verbessert.
Das dröhnende Sprechen fällt weg, die Sprachverständlichkeit wird erhöht, das Unterhalten und damit die Arbeit wird um einen Stressfaktor verringert und wesentlich verbessert.
4 Absorber –Raum Zuordnung Fa. Mustermann
4.1 Musterraum 1
4 Stk. EAP I
3 Stk. EAP II (Wand)
1 Stk. EAP II (Decke)
2 Stk. EAP III
4.2 Musterraum 2

4 Stk. EAP III (Decke)
4 Stk. EAP III (Wand)
5. Sonstiges


Die Absorber sind jederzeit abnehmbar und mobil. Die Wand und Deckenabsorber werden mit jew. 4 Haltebügeln an Wand, resp. Decke angeschraubt.

 

Beispiele für Absorberinstallation:

 

 

     

           

 

     

  

 

            

 

 

 

               

 

 

Zurück